30 kWp Photovoltaik senkt Ölverbrauch deutlich:

So wird ein Münchner Mehrfamilienhaus energetisch zukunftsfähig: Ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er-Jahren mit 17 Wohneinheiten – hoher Energiebedarf, veraltete Technik, steigende Kosten. Eine Situation, die viele Eigentümergemeinschaften und Vermieter kennen. Dieses Projekt in München zeigt, wie sich ein Bestandsgebäude ohne Komplettsanierung, aber mit einem klugen Gesamtkonzept, energetisch massiv verbessern lässt – wirtschaftlich sinnvoll und technisch praxiserprobt. Das Ergebnis: über 50 % weniger fossiler Energieeinsatz durch die Kombination aus Dämmung, Photovoltaik und intelligenter Wärmeerzeugung.

30 kWp Photovoltaik senkt Ölverbrauch deutlich:


Schritt 1: Gebäudehülle verbessern = 30 % weniger Energiebedarf

Bevor Technik installiert wurde, stand die wichtigste Maßnahme im Fokus:
Die thermische Sanierung der Gebäudehülle.

  • Fassadendämmung
  • Dachdämmung des Flachdachs

Allein dadurch sank der Energieverbrauch des Gebäudes um rund 30 %.
Erst danach wurde die neue Anlagentechnik sinnvoll dimensioniert.

Merke: Ohne Dämmung wird jede Heizung zu groß, zu teuer und ineffizient.


Schritt 2: 30 kWp Photovoltaik macht aus Strom Wärme

Das nun optimal gedämmte Flachdach bot ideale Voraussetzungen für eine großflächige PV-Belegung.

Es entstand eine 30 kWp Photovoltaikanlage, die den selbst erzeugten Strom gezielt für die Wärmeerzeugung nutzt:

  • Betrieb einer Wärmepumpe
  • Versorgung von Heizstäben
  • Nutzung von PV-Überschüssen zur Wärmespeicherung

Die zentrale Idee:
PV-Strom wird nicht eingespeist – sondern in Wärme gespeichert.


Schritt 3: Intelligente Wärmespeicherung statt Einspeisevergütung

Herzstück der Anlage sind zwei Speicher:

  • Pufferspeicher für die Heizungsunterstützung
  • Brauchwasserspeicher für Warmwasser der Bewohner

Überschüssiger PV-Strom wird automatisch in diesen Speichern „geparkt“.
Wärme kann gespeichert werden – Strom nicht.

Das Ergebnis:

  • Wärmepumpe läuft überwiegend mit Sonnenstrom
  • Heizstäbe verwerten jede PV-Spitze
  • Öl wird nur noch zugeschaltet, wenn es wirklich nötig ist

Erwartete zusätzliche Einsparung beim Ölverbrauch: mindestens 20 %


Schritt 4: E-Mobilität für Bewohner direkt integriert

Die PV-Anlage versorgt zusätzlich mehrere Wallboxen für die Bewohner.
So fließt Sonnenstrom nicht nur in die Heizung, sondern auch in die Fahrzeuge.

Ein echter Mehrwert für Mieter und Eigentümer – und ein starkes Argument für die Zukunftsfähigkeit der Immobilie.


Das Energiekonzept im Überblick


Volle Transparenz dank Monitoring

Die gesamte Anlage wird detailliert überwacht:

  • PV-Erzeugung
  • Stromverbrauch
  • Wärmeerzeugung
  • Speichernutzung

Aktuell ist bereits das PV-Monitoring aktiv.
Ab Mai wird auch das Heizsystem vollständig eingebunden, sodass die reale Nutzung von Sonnenstrom für Wärme exakt sichtbar wird.

Keine Schätzungen. Keine Annahmen. Echte Daten.


Warum dieses Projekt für viele Gebäude ein Vorbild ist

Dieses Konzept ist ideal für Mehrfamilienhäuser mit:

  • Flachdach
  • zentraler Heizungsanlage
  • Öl- oder Gasheizung im Bestand
  • Sanierungsbedarf der Fassade
  • Eigentümergemeinschaften, die langfristig denken

Es zeigt:
Man muss kein KfW-Effizienzhaus bauen, um den Energieverbrauch zu halbieren.


Fazit: Aus einem 60er-Jahre-Haus wird ein Energievorreiter

Durch die Kombination aus:

  • Dämmung
  • 30 kWp PV
  • Wärmepumpe
  • Wärmespeichern
  • intelligenter Steuerung
  • E-Mobilität

wird aus einem klassischen Altbau ein zukunftsfähiges, kosteneffizientes und nachhaltiges Wohngebäude.

Und das Beste: Dieses Konzept ist auf viele Bestandsimmobilien übertragbar.


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